19. Juni Partyumzug in Halle: "Tanzen gegen die Provinz – Landflucht vorantreiben"

Rund um den 1. Mai 2010, wo die wohl sinnvollste Forderung die nach der Abschaffung bzw. Überwindung des Kapitalismus heißt, finden sich abseits der DGB-Würstchenbuden vielfältige Möglichkeiten, seinen oder ihren Protest gegen Nazis, Staat und Nation auf die Straße zu tragen. Natürlich kann und sollte sich jede selbst informieren, welche der Veranstaltungen sie oder er für unterstützenswert hält und letztlich auch unterstützt.

 

Am vergangenen Sonnabend, den 24.04.2010 kam es in Merseburg zu einem brutalen Angriff, an dem circa dreißig, teils vermummte und mit Baseballschlägern, Teleskopschlagstöcken und Eisenstangen bewaffnete, Neonazis aus dem Umfeld der freien Kräfte Merseburgs und Nazis aus anderen Städten beteiligt waren.
Am 16. April 2009 wurde das besetzte Haus in Erfurt nach langen politischen Auseinandersetzungen von einem massiven Polizeiaufgebot geräumt. Damit wurde ein Projekt zerstört, das über acht Jahre Raum für politische Intervention sowie möglichst unkommerzielle kulturelle und politische Veranstaltungen bot und von verschiedenen Gruppen genutzt wurde.

Es sollte der größte Naziaufmarsch seit der Zerschlagung des Nationalsozialismus in Deutschland werden. Doch ein breites Bündnis von Gewerkschaften, Parteien, Kunst- und Kulturschaffenden, sowie ein Antifabündnis riefen zu Protesten auf. Mittels Massenblockaden sollte der Naziaufmarsch endlich verhindert und langfristig komplett abgeschafft werden.

 

Der Umsonstladen in der hallischen Schwetschkestrasse ist offenbar von Nazis aufgebrochen und verwüstet worden. Der oder die TäterInnen drangen in den Laden ein, verwüsteten Teile der Inneneinrichtung und beschmierten Innen- wie Aussenwände mit Hakenkreuzen und SS-Runen. Der betreibende Verein äußerte sich dazu folgendermaßen: