Was wäre wenn sich die Menschen einander wertschätzen und fördern würden, es keinen Platz für Ausgrenzung, Abwertung, für rechtes Denken und Handeln im Alltag gäbe? Das wäre erstrebenswert. Die Realität sieht anders aus.

Ein Forumtheaterstück über Resignation, Intoleranz und Rechtsextremismus.

 

Die Aktionstheatergruppe Halle organisiert vom 21. bis 23.10.2011 ein bundesweites Treffen von engagierten Anwender_innen der Methoden und Techniken des „Theater der Unterdrückten“ in Halle. Das Theater der Unterdrückten nutzt die Kraft des darstellenden Spiels zur Diskussion und Veränderung gesellschaftlicher Zustände und Realitäten auf der Bühne. Im Rahmen dieser Veranstaltung finden öffentliche Aufführungen, Vorträge und Projektvorstellungen statt.Der Eintritt ist frei, über Spenden werden wir uns aber natürlich freuen. Also fühlt euch herzlich eingeladen zu folgenden Veranstaltungen!

Seit mehr als zwei Jahren gibt es im Leipziger Stadtteil Lindenau ein Nazi-Zentrum, das zum einen als NPD-„Bürgerbüro“, zum anderen als Treffpunkt der „Freien Kräfte“ genutzt wird. Eine Mischung aus NPDlern, „autonomen Nationalisten“, Hooligans und anderen Nazis nutzt die Immobilie in der Odermannstraße zur Vorbereitung von Aktionen, als Schulungsraum und Rückzugsort.

Wenn sich im sächsischen Hoyerswerda im September diesen Jahres an den 20. Jahrestag der Überfälle auf Asyl- und VertragsarbeiterInnen von 1991 erinnert wird, hat das mit einer ernstgemeinten Auseinandersetzung und einer daraus folgenden Aufarbeitung und Gedenkkultur leider wenig zu tun. Seit 20 Jahren ist man sich hier einig, dass die Stadt und ihre BewohnerInnen für diese Debatten noch nicht bereit seien und es „andere Probleme“ gebe, als der Umgang mit dieser unschönen Geschichte, durch die diese Stadt weltweit in Verruf geraten ist.
Nach ihren gescheiterten Aufmarschversuchen 2009 und 2010 bemühen sich die sächsischen Nazis in diesem Jahr eine Versammlung am 20. August am Völkerschlachtdenkmal durchzusetzen. Hintergrund sind die desaströsen Aufmarschversuche der letzten beiden Jahre: Im Oktober 2009 wurden die Nazis in Leipzig bereits am Startpunkt von Gegendemonstrant_innen aufgehalten.

Während sich die Debatte um Gleichberechtigung in Deutschland u.a. zwischen kommerziellem Medienrummel und differenziert zu betrachtenden Gesellschaftskritiken zu drehen scheint, werden in den europäischen Nachbarländern Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung, körperlichen Verfassung oder Ethnizität von Seiten des Staates, der Kirche und neonazistischen Gruppierungen lebensbedrohlich angegriffen.