Infoveranstaltung zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Merseburg am 21.Juni mit Vertreter_innen des Merseburger Bündnis gegen Rechts sowie der Merseburger Antifa

 

Neonazis versuchen seit vielen Jahren das Gedenken an die Ereignisse des 17. Juni 1953 zu vereinnahmen. Sie phantasieren sich in die Rolle vermeintlicher Freiheitskämpfer und reklamieren das Erbe des Arbeiteraufstands in der DDR für sich. Das ist in vielfacher Weise absurd. Historisch, aber auch mit Blick auf ihre politische Ideologie. Während im Jahr 1953 die Menschen in der DDR für Demokratie, Meinungsfreiheit und gegen wirtschaftliche und soziale Zumutungen auf die Straße gingen, stehen Nazis für Zwang, Terror und die Abschaffung aller Freiheiten.

Seitdem die Nazis in Halle ihre Aktivitäten zum 17. Juni eingestellt haben, weil sie ihre Aufmärsche und Kundgebungen aufgrund von Blockaden nicht mehr durchführen konnten, verlagerten sie ihre Aktivitäten ins benachbarte Merseburg. Hier demonstriert seit mehreren Jahren ein Bündnis gegen die Aufmärsche. In den vergangenen Jahren kam es nur vereinzelt zu Blockaden.

Wenn Neonazis aus der Region auch in Merseburg Probleme bekommen sollen, ihre Aufmärsche durchzuführen, braucht es mehr und entschlossenere Aktionen. Merseburger Antifas und das Bündnis gegen Rechts brauchen Unterstützung aus der Region. Wir rufen auf, am 21. Juni 2014 nach Merseburg zu fahren und die Nazis zu blockieren.

 

Bei der Infoveranstaltung am 4.6. um 18 Uhr in der Reil78 werden Vertreter_innen aus Merseburg aktuelles zum Naziaufmarsch und den geplanten Gegenaktivitäten berichten.