Antifakino

 

 

Antifa


 

 

 

Ab dem 13. Oktober zeigt das OAP an jedem ersten Sonntag des Monats um 20 Uhr im Kinoraum einen Film, der zuvor mit einem kurzen Input zum Thema versehen ist.

 

Vorher gibts ab 19.00 Uhr lecker Essen der KüfA-Crew


 

  • 13.10.
    "L'amour et la révolution" (2018, 84 min)

    Wir starten mit einem Blick nach Griechenland, in dem seit Sommer 2019 die rechtskonservative Nea Demokratia  in Regierungsverantwortung ist und sich aktuell in Athen daran macht, solidarische Projekte in und um den Stadtteil Exarchia anzugreifen und zu räumen.

    Der Film "L'amour et la révolution" beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Sparmaßnahmen in Griechenland bis 2018 und zeichnet dementsprechend den Weg in die aktuelle Situation vor Ort nach.

    "Die europäischen Medien behaupten, dass die Politik der Sparmassnahmen in Griechenland ein Erfolg war und Ruhe eingekehrt ist. Dieser Film beweist das Gegenteil. Eine musikalische Reise vom Norden in den Süden Griechenlands mit den Menschen, die von Liebe und Revolution träumen."

     
  • 20.10.
    "Generation Hate" (2018, 100 min)

    In a two-part investigation, Al Jazeera’s Investigative Unit goes undercover to expose France’s far-right and reveals secret links between violent extremists and one of France’s biggest political parties.
     
    Marine Le Pen recently changed the name of the National Front as part of efforts to reform the party’s image and make it more acceptable to French voters. However, an Al Jazeera reporter uncovers close connections between senior politicians in Le Pen’s party and Generation Identity (GI), a far-right youth movement dedicated to expelling Muslims from Europe.

     
  • 27.10.
    "Über Leben in Demmin" (2017, 90 min)

    Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Während die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwohner das Leben. Sie schneiden sich die Pulsadern auf, vergiften oder erschießen sich; Eltern töten erst ihre Kinder und dann sich selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser. Bis zum Ende der DDR wird über die konkreten Umstände des beispiellosen Massensuizids geschwiegen, die genauen Opferzahlen der kollektiven Hysterie sind bis heute nicht bekannt. Heute versuchen Neonazis die Leerstelle zu besetzen und für ihre Zwecke zu missbrauchen. An jedem 8. Mai, dem Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs, vollzieht sich in Demmin ein gespenstisches Ritual: Neonazis marschieren schweigend durch die Straßen der Gemeinde, in der mehrere Hundertschaften der Polizei Stellung bezogen haben und versuchen, Gegendemonstranten von der Route fernzuhalten. An diesem angespannten Tag verdichten sich hier die Risse innerhalb der deutschen Gesellschaft aufs Äußerste. Mit ihrem „Trauermarsch“ instrumentalisieren die Rechtsradikalen die Erinnerung an die furchtbare Tragödie.

    In seinem Film „Über Leben in Demmin“ geht Regisseur Martin Farkas den verborgenen Folgen der Ereignisse nach. Überlebende sprechen zum ersten Mal über die schrecklichen, lange verdrängten Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend. Farkas erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das Schweigen darüber bei den Nachgeborenen hinterlassen haben – und wie tief sie in unsere Gegenwart hineinwirken. Die Stadt wie er sie in diesem genau beobachteten, komplexen und aufrichtigen Film schildert, erscheint tief gespalten. Neben dem Wunsch nach Versöhnung und dem Willen zu einer ehrlichen Aufarbeitung stehen Hass und Feindseligkeit. So eröffnet der Film an diesem exemplarischen Ort einen neuen Blick auf den heutigen, weiterhin schwierigen Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte.

    Zum Film wird es ein Gespräch über die Proteste gegen den jährlich am 8. Mai stattfindenden Naziaufmarsch in Demmin geben.

 

  • 03.11.
    "Ausländer Raus! Schlingensiefs Container" (2001, 90 min)

    Begleitet von großem öffentlichen Interesse ziehen zwölf Teilnehmer, von Schlingensief als Asylbewerber anmoderiert, für eine Woche auf ein rundum abgeschirmtes und kameraüberwachtes Gelände neben der Wiener Staatsoper. Auf dem Containerdach werden blaue Fahnen der rechtspopulistischen FPÖ gehisst.

    Unter dem missverständlichen Beifall der Zuschauer wird ein Schild mit der Aufschrift "Ausländer raus" enthüllt und gemeinsam mit dem Logo der Wiener Kronenzeitung am Container befestigt.

    Über den Herbert-von-Karajan-Platz hallen Redemitschnitte des FPÖ-Vorsitzenden Haider. Unter Bezugnahme auf das RTL2-Spektakel BIG BROTHER ist die österreichische Bevölkerung dazu aufgerufen, per Telefon täglich die zwei ungeliebtesten Insassen aus dem Container heraus zu wählen. Auch via Internet kann abgestimmt werden. Dort überträgt die Firma Webfreetv sechs Tage lang rund um die Uhr live die Ereignisse im Container.

    Allabendlich um 20.00 Uhr müssen zwei Bewohner den Container verlassen, um in ihr Heimatland abgeschoben zu werden. Dem Sieger winkt ein Geldgewinn und eventuell, so sich Freiwillige finden, die Einheirat in die österreichische Wahlheimat.