Expo 78 – 20 Jahre Reil 78

Die Ausstellung ist an folgenden Tagen von 15-18 Uhr geöffnet:

 

18., 19. und 20. Juni

 

25., 26. und 27. Juni

 

02., 03. und 04. Juli

 
 
Flyer
 
 
Der 18. Geburtstag im vorletzten Jahr war der bislang letzte, den die Reil78 gebührend ein Wochenende lang mit einem großen, ausgelassenen Jahresfest feiern konnte. Kaum erwachsen geworden, war schon Pandemie - und damit Resilienz, anstatt unbekümmertes Beisamenkommen angesagt.
 
Unsere Losung für die diesjährige Jahresfestzeit ist: noch ein bisschen geduldig bleiben, die Gelegenheit nutzen, auch mal mit konzentriertem Interesse und vielleicht auch ein bisschen schwelgerisch zurückzublicken, was die Reil78 in den letzten 20 Jahren ausgemacht hat.
 
Damit das nicht Alle durch den Einsatz der eigenen Phantasie oder dem subjektiven und lückenhaften Erinnerungsvermögen machen müssen, wurde eine Ausstellung konzipiert, die das Außengelände der Reil78 in ein zeitgeschichtliches Museum verwandeln wird.
 
Die Ausstellung teilt sich in mehrere abgeschlossene Themenbereiche:
 
Die Reil 78 war und ist der Hobbyraum für mehrere Bands und ein Ort für Konzertveranstaltungen, ein Ort des politischen Austausches und das Quartier antifaschistischer Politgruppen, das Gelände bietet (spätestens) seit der Besetzung ausreichend besprühbaren Untergrund für Graffiti, aber auch für große Feste und Partys kann sich die Reil78 rühmen.
 
Neben der zwanzigjährigen Geschichte seit der Besetzung, können die Besucher:innen zudem Spannendes und Absurdes über die Vorgeschichte des Hauses erfahren. Unterstützt wird die Ausstellungen durch mehrere Audiostationen, wo unter anderem Zeitzeug:inneninterviews zu hören sind.
 
Damit auch die vollste Zufriedenheit eines Ausstellungsbesuches erreicht werden kann, können am Ende im Museumsshop auch noch ordentlich Mitbringsel und Souvenirs erstanden werden.

 
 

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Linke Räume feiern und verteidigen!

Demo 19.06. | 14:30 Uhr 

 
 
Die Reil78 wird 20 Jahre alt und das feiern wir! Unter normalen Umständen würden wir solch ein Jubiläum gebührend mit einem Jahresfest zelebrieren, aber leider macht uns die Pandemie schon zum zweiten Mal einen Strich durch die Rechnung. Ein Jahresfest wie wir es kennen, wird es nicht geben.
 
Trotzdem wollen wir der ganzen Stadt zeigen, dass es uns nach wie vor gibt und tanzen deswegen am Samstag, den 19.06.21, mit Bands und DJs durch die Straßen von Halle. Dabei geht's uns nicht nur um Hedonismus. Wir wollen auch auf die Situation linker Räume aufmerksam machen und anderen Projekten ein Sprachrohr bieten: Schon seit längerer Zeit gibt es immer wieder Angriffe seitens der AfD auf emanzipatorische Strukturen mittels Anfragen und Anträgen in den verschiedenen Parlamenten. Das geht nicht nur uns so, sondern vielen auch anderen Häusern und Wagenplätzen. Der Ton wird rauher.
 
Und wenn es nicht Faschos sind, die uns bedrohen - egal ob in den Parlamenten, am Facebook-Stammtisch oder auf der Straße - sind es urdeutsche, mit Paragraphen um sich werfende Spießbürger*innen in ihren Amtsstuben, eine wild gewordene Polizei oder der Wunsch nach Profitmaximierung eines Investors, der sich hinter einer Briefkastenfirma versteckt.
 
Dem allen gilt es, mit emanzipatorischen Projekten und direkten Aktionen entgegen zu halten!
 
Obwohl wir natürlich genauso aufgeregt sind wie ihr, uns anlässlich unseres Geburtstages auf der Straße zu sehen, befinden wir uns immer noch inmitten einer Pandemie. Es gilt solidarisch miteinander umzugehen: Haltet beim Tanzen und Gehen Abstand (1,5 Meter) zu den Menschen um euch herum, tragt nach Möglichkeit eine FFP2-Maske und entfernt euch, wenn ihr esst, trinkt oder raucht, ein Stück weit aus der Menge.
 
Nutzt außerdem wenn möglich eines der kostenlose Testangebote in der Stadt, negativ getestet feiert es sich am Besten! See you in the streets.
 
Flyer